• Vorhandenes Werkzeug sichten
  • prüfen und ggf. Eignung verbessern: z.B. Rebschere, Astsäge, Stangensäge, Hochentaster, Bockleiter etc.
  • Baum begutachten
  • um welche Baumart handelt es sich?
  • wie alt ist der Baum ungefähr, z.B. Jugend-, Ertrags- oder Altersstadium?
  • ist Zutrieb vorhanden, wenn ja wo und wieviel?
  • sind Schäden oder Beeinträchtigungen sichtbar, z.B. schwarzer Rindenbrand oder andere Pilze, geschlitzte Äste, Totholz, Misteln, Baumhöhlen etc.?
  • Leitäste (L) und Stammverlängerung (SV) identifizieren.
  • sind Überbauungen vorhanden?
  • gibt es statische Beeinträchtigungen, z.B. durch Hauptlast auf einer Seite, Neigung des Stammes etc.?
  • Schnittumfang festlegen
  • Bäume ohne Zutrieb sollen angeregt werden durch stärkeren Rückschnitt, bei Jungbäumen sollten zudem die Blütenknospen ausgebrochen werden damit die ganze Energie dem Triebwachstum zur Verfügung steht.
  • Bäume mit viel Zutrieb können verhaltener geschnitten werden, allerdings ist hier die Entnahme von größeren Ästen problemloser da die Wunden besser verheilen.
  • Aufwuchs und Stockausschläge um den Stamm entfernen
  • Leitäste (L) fördern
  • Überbauung zurücknehmen. Falls dies nicht möglich ist, die überbauenden Äste schlank machen.
  • Die Leitastverlängerung (LV) anschneiden, diese wird dadurch fixiert und kann bei Fruchtbehang nicht herunter kippen.
  • Stammverlängerung (SV) / Mitte fördern
  • ableiten auf einen mindestens dreijährigen Trieb, so wird die entstehende Energie über die Bildung von Früchten abgebaut.
  • Konkurrenzäste entfernen.
  • Fruchtäste (F) ableiten
  • Abgetragenes hängendes Fruchtholz entfernen.
  • auf jüngeres, nach oben abgehendes Fruchtholz schneiden.
  • Triebe auf Astoberseite auslichten
  • von drei Trieben maximal zwei entfernen, dies fängt zum einen die freiwerdende Energie auf, welche sonst viele Neutriebe zur Folge hätte, zum anderen werden die Äste im Sommer ausreichend beschattet
  • zu große Wunden auf der Astoberseite (>10 cm Durchmesser) sind zu vermeiden, hier entstehen Faulstellen

Wir empfehlen, die Werkzeuge in folgender Reihenfolge zu verwenden:

Hochentaster > Stangensäge > Handsäge > Rebschere

Checkliste für den Baumschnitt: